Die Insel Salina erstreckt sich über eine Fläche von 26,8 km² und ist nach Lipari die zweitgrößte der Äolischen Inseln. Sie beherbergt die beiden höchsten Berge des Archipels, den Monte Fossa delle Felci und den Monte Porri, seit langem erloschene Vulkane – daher ihr alter Name Didyme, was „Zwillinge“ bedeutet. An zahlreichen archäologischen Stätten der Insel wurden Überreste aus dem äolischen Neolithikum freigelegt. Bronzezeitliche Siedlungen befinden sich in Portella, Barone und Mastrognoli, letzteres entlang eines der alten Wege, der sich an den Hängen des Monte Fossa delle Felci entlangzieht und einen der schönsten Naturpfade der Insel Salina darstellt.
Viele Wanderwege führen auf die Gipfel des Monte Fossa delle Felci und des Monte Porri, von wo aus man alle Inseln bewundern kann – umgeben von einer üppigen Vegetation, die 30 % aller mediterranen Baumarten umfasst. In der Rubrik Trekking finden Sie die wichtigsten Wege, die es zu entdecken gilt.
Kunst- und Kulturinteressierten empfehlen wir den Besuch des Museo Civico di Lingua, das der Geschichte, den Bräuchen, dem Alltag und den Traditionen der Insel Salina gewidmet ist, sowie des Museo Eoliano dell’Emigrazione in Malfa, das Publikationen, Fotografien, alte Pappkoffer und Zeugnisse zur Auswanderung und zu den äolischen Gemeinschaften in Amerika und Australien beherbergt.
Ein weiterer wichtiger Bezugspunkt für alle, die mit der Identität des Landes, der äolischen und sizilianischen Kultur sowie dem historischen Gedächtnis der Inselgemeinschaften im Ausland in Kontakt treten möchten, ist die Biblioteca – Pinacoteca di Malfa, die über ein bedeutendes bibliografisches und audiovisuelles Erbe verfügt.
Salina ist die fruchtbarste Insel der Äolischen Inseln. Hier werden edle Trauben geerntet, aus denen – neben bemerkenswerten Weinen – die Malvasia, ein süßer Likörwein, gewonnen wird. Von großer Bedeutung ist zudem der Anbau der Kapern, die weltweit geschätzt und exportiert werden.
In Pollara sind die Kirche und der kleine Sant’Onofrio-Platz zentrale Treffpunkte. Hier findet am ersten Sonntag im Juni die Sagra del Cappero statt – ein kulinarisches Ereignis, das man nicht verpassen sollte. Alle Frauen des Dorfes bereiten Gerichte zu, die streng auf Kapern basieren, und servieren sie an festlich gedeckten Tischen entlang der Straße und auf dem Platz. Live-Musik, lokaler Wein, Tänze und traditionelle Süßspeisen runden den Abend ab.